dokument #77

das was zu sagen nie Gelegenheit hatte:

„…weißt Du, in solchen Momenten wie eben (und solche sind oft!), wenn ich da sitze, am Fenster, und rauche, und „was denn den ganzen Tag?“ auf mich einschlägt…und ich nicht weiß, was das soll, und was das ist, und wie man es.. ausdrückt, so dass es für einen selbst, wenn schon nicht lösbarer, so doch verständlicher wird… so verständlich, dass es ein Bild ergibt, das man betrachten kann, wodurch es erkenntlicher wird… immer dann, wenn meine Worte fort sind, und ich um sie ringe, und nichts anderes mehr sehe, als die Unausweichlichkeit der nächsten Minute, ohne Halt oder Ausweg… dann fallen mir plötzlich all diese Sätze von Dir ein. Die, die du geschrieben hast, und die ich mir ansehen durfte..

…und all das, was ich nicht ausdrücken, oder gar greifen kann, und deswegen an ihm auch so durchdrehe, das erzählen und zeigen sie mir… und das beruhigt mich dann, weil ich weiß…und verstehe, das was in uns… jegliche Ordnung vernichtet, und das Handeln verzerrt, nichts anderes ist… als ein Rätsel, das darauf wartet, dass jemand wie du ihm die Unlösbarkeit nimmt… durch eben jene Draufsicht, die auszudrücken vermag, was ich nicht aushalten kann…


So vieles, das ich so von Dir lernte. Und jedes Wort von Dir, das so bei mir verblieben ist… ist es wert niemals vergessen zu sein. Ich hoffe, Du weißt das.“


Ich denke jede Minute an Dich. Und vielleicht kommt irgendwann jemand daher, dessen Klugheit so beschaffen ist wie die Deine, und erklärt mir, wie sinnlos das ist, auf etwas zu hoffen, das ich nicht ausdrücken kann, und deswegen nie zeigen werde…



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